P & R Insolvenz - Anleger müssen aktiv werden

Wie können Anleger eine weitere Haftung verhindern?
Was müssen Anleger tun, um ihr Kapital zurückzubekommen?


Wie zu erwarten, hat die P&R-Geschäftsführung für drei P&R-Emittentinen Insolvenz angemeldet, und zwar die 

P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH (vorläufiger Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Dr. Michael Jaffé)
P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH (vorläufiger Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Dr. Michael Jaffé)
P&R Container Leasing GmbH (vorläufiger Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Dr. Philip Heinke)

Damit geht nunmehr auch die P&R-Geschäftsführung davon aus, dass die früheren drei P&R-Emittentinen nicht mehr in der Lage sind, die fälligen Forderungen der Anleger zu begleichen und auch überschuldet sind. 

Üblicherweise kommt es bei einer derart komplexen Konzernstruktur wie bei P&R mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Konzerngesellschaften zu einem Domino-Effekt, mit der Folge, dass auch die übrigen Konzerngesellschaften mit in die Insolvenz gezogen werden. Wir gehen daher davon aus, dass auch die Muttergesellschaft, die P&R AG und auch die neue Emittentin, die P&R Transport-Container GmbH, mit der Anfang 2017 weitere Anleger geworben werden sollten in Kürze ebenfalls in die Insolvenz folgen werden. Von dieser Gesellschaft wurden zuletzt folgende Direktinvestments in Standardcontainer als sonstige Anlage gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 7 VermAnlG angeboten:
Angebot Nr. 5001, Datum der Prospektaufstellung: 30.01.2017;
Angebot Nr. 5002, Datum der Prospektaufstellung: 26.04.2017;
Angebot Nr. 5003, Datum der Prospektaufstellung: 07.08.2017;
Angebot Nr. 5004, Datum der Prospektaufstellung: 21.09.2017;
Angebot Nr. 5005, Datum der Prospektaufstellung: 02.01.2018;

Gleiches gilt für die in der Schweiz ansässige P&R Equipment & Finance Corp. (Handelsregisteramt des Kantons Zug, Firmennummer CHE-108.028.356), da diese Verbindlichkeiten in Höhe von ca. € 900 tsd. gegenüber den deutschen P&R-Gesellschaften ausgesetzt ist. An diese Gesellschaft wurden die Container untervermietet und anschließend an die Endabnehmer weitervermietet. Aufgrund dieses Firmengeflechts sollte bezeichnenderweise sichergestellt werden, dass sämtliche Umsätze aus den Vermietungen zunächst in der Schweiz landen und nicht bei den jeweiligen P&R-Gesellschaften in Deutschland. 


Wieder einmal werden Anleger Opfer des grauen Kapitalmarkts 

Der graue Kapitalmarkt hat bereits in der jüngsten Vergangenheit bei PROKON, Infinus/Future Business, German Pellets oder Magellan mit enormen Anlagesummen die Anleger aufgrund der undurchsichtigen Hintergründe in Atem gehalten. Bei PROKON mit 75.000 Anlegern und ca. € 1,4 Mrd. Anlagesumme, bei Infinus mit ca. 40.000 Anlegern und ca. € 1 Mrd. Anlagesumme, bei German Pellets mit ca. 17.000 Anlegern und ca. € 280 Mio. Anlagesumme und bei Magellan, ebenfalls einem Direktinvestment in Container, ca. 6000 Anleger und ca. 360 Mio. Anlagesumme.  

Auch bei PROKON, INFINUS, German Pellets und auch Magellan ging es um das Thema Schneeballsystem, dass also mit frischem Geld von neuen Anlegern die Verpflichtungen gegenüber den alten Anlegern erfüllt werden und so das Geschäftsmodell durch Kapitalanlagebetrug und Insolvenzverschleppung am Leben gehalten wird. 

Auch vorliegend steckt der Markt für Seefrachtcontainer bereits seit Jahren tief in der Krise mit der Folge, dass Magellan mit seinen Container-Investments bereits 2016 Insolvenz anmelden musste. Dementsprechend konnte (oder wollte) P&R bereits 2016 nicht beantworten, wie es sein kann, dass die von P&R angebotenen Kaufpreise und Mieten deutlich über den Marktpreisen lagen. Selbst gegenüber dem Wirtschaftsprüfer der drei nun insolventen Gesellschaften wurden die Hintergründe und Risiken nicht vollständig offengelegt, sodass dieser die Bilanzen nur mit eingeschränkten Bestäti-gungsvermerken versehen hat. Diese klaren Anzeichen für ein Schneeballsystem, dass also das Geschäftsmodell nur durch neu eingeworbene Anlegergelder am Leben gehalten werden konnte, werden schließlich dadurch eindrucksvoll bestätigt, dass P&R Insolvenz anmelden muss, nachdem genau dieses Neugeschäft von P&R in 2017 um ca. 40% eingebrochen war. Dieser Einbruch des Neugeschäfts wird nicht zuletzt daran gelegen haben, dass aufgrund des neuen Kleinanlegerschutzgesetzes das Vermögensanlagegesetz geändert wurde und damit seit 2017 auch für Direktinvestments erstmals eine Prospektpflicht besteht und damit P&R gezwungen war, die Hintergründe transparent zu machen. Mit dem Ausbleiben des Neugeschäfts, brach dann aber in unmittelbarer Folge das Geschäftsmodell zusammen und musste Insolvenz angemeldet werden. 

Mit der Insolvenz stellen sich für die Anleger nun insbesondere zwei Fragen: 
Wie können Anleger eine weitere Haftung verhindern? (dazu unter I.)
Was müssen Anleger tun, um ihr Kapital zurückzubekommen? (dazu unter II.)



I. Wie können Anleger eine weitere Haftung verhindern?

Das Besondere gegenüber den bisherigen Großinsolvenzen wie PROKON, INFINUS, German Pellets etc. ist, dass die Anlegern bei P&R nicht nur den Verlust ihres eingesetzten Kapitals zu befürchten haben, sondern ihnen auch eine weitere Haftung mit ihrem Privatvermögen droht. 
Dabei ist zwar ausgeschlossen, dass die Anleger für die Schulden der insolventen P&R-Emittentin haften. Möglich wäre aber eine Haftung aufgrund der Position der Anleger als Eigentümerin der Container. Wenn diese beispielsweise nicht in der Vermietung sind und auf irgendwelchen Hafengeländen oder Depots stehen, könnten insofern Standgebühren oder durch Container verursachte Schadensersatzansprüche entstehen. Diese Haftung ließe sich voraussichtlich aber dadurch vermeiden, dass die Gläubiger den Insolvenzverwalter beauftragen, den Geschäftsbetrieb als Ganzes fortzuführen und damit derartige Kosten im Rahmen eines Sanierungskonzepts auf alle Container/Anleger umgelegt werden. 


1. Warum ist eine Bündelung der Anlegerinteressen wichtig?

Deshalb dürfte die Bündelung der Anlegerinteressen aus unserer Sicht hier auch entsprechend wichtig sein, damit wir diejenigen Gläubiger im Insolvenzverfahren über-stimmen können, die möglicherweise glauben, dass eine Einzelverwertung ihrer Container für sie vorteilhafter sei, weil ihre Container zufälliger Weise vermietet sind und sie daher derartige Kosten nichts angingen. (Bei Massenverfahren wie beispielsweise Prokon entwickelt sich unter den Gläubigern schnell eine Eigendynamik, die die wirtschaftlich sinnvollste Lösung gefährden kann. So wurde bei Prokon von zwei Insolvenzplänen derjenige gewählt, mit dem ein konkretes Angebot eines Investors und damit eine unmittelbare Auszahlung ausgeschlagen wurde). Ob ein ganzheitliches Sanierungskonzept für die Anleger besser ist als eine Einzelverwertung, steht allerdings vorliegend noch nicht fest und muss sich erst noch zeigen.     

Ebenso ist es möglich, dass das Management einen Insolvenzplan vorlegt und im Rahmen der Insolvenz versuchen wird, mit Hilfe eines Insolvenzplans das Unternehmen zu sanieren und dabei insbesondere in die Rechte der Anleger einzugreifen, um sich von der Schuldenlast der Anleger zu befreien. 


2. Welche Gefahren bestehen für die Anleger bei einem Insolvenzplan des Managements?

Mit dem Insolvenzplan hat das Management die Möglichkeit, die Anleger zu einem Verzicht ihrer Forderungen zu zwingen und anschließend das Unternehmen weiterzuführen. Wenn der Insolvenzplan des Managements den Anlegern wenigstens soviel anbietet, wie sie bei einem normalen Insolvenzverfahren ohne Insolvenzplan bekommen würden, können sie zu einer Zustimmung zum Insolvenzplan und damit zu einem Verzicht auf ihre Forderungen gezwungen werden. Möglich macht dies das sogenannte Obstruktionsverbot, dass in der Insolvenzordnung in § 245 InsO geregelt ist. Es geht also um den Vergleich der Insolvenzquoten für die Anleger mit und ohne Insolvenzplan, wobei die Anleger im schlimmsten Fall einen Großteil ihrer Forderungen verlieren würden: Denn bei einem normalen Insolvenzverfahren ohne Insolvenzplan, etwa bei einer Liquidation des Unternehmens, erhalten die Gläubiger üblicherweise nur sehr geringe Quoten, sodass hier das Management im schlimmsten Fall den Anlegern lediglich den Liquidationswert des Unternehmens anbieten muss, um sie zur Zustimmung zum Insolvenzplan zwingen zu können. Der Insolvenzplan – mit dem beispielsweise auch bei PROKON die Anleger auf einen Großteil ihrer Forderungen verzichten mussten – ist folglich nicht nur ein effizientes Sanierungsmittel für das Management, sondern oft auch ein scharfes Schwert gegenüber den Anlegern. 


3. Was können Anleger gegen einen Insolvenzplan des Managements tun?  

Die Anleger können zwei Dinge tun. Zum einen können sie sich organisieren und ihre Interessen bündeln, um so auf die Abstimmung über den Insolvenzplan Einfluss nehmen zu können. Für die Annahme des Insolvenzplans ist nämlich erforderlich, dass die Mehrheit der abstimmenden Gruppen dem Plan zustimmt, damit das sogenannte Obstruktionsverbot greift. Hier bestehen erhebliche Einflussmöglichkeiten die Mehrheitsverhältnisse zugunsten der Anleger zu beeinflussen. 
Zum anderen können die Anleger auch veranlassen, dass sie einen eigenen Insolvenzplan vorlegen mit dem sie bessergestellt werden als durch den Insolvenzplan des Managements oder des Insolvenzverwalters. Es gibt dann quasi zwei konkurrierende Insolvenzpläne über die abgestimmt wird - wie beispielsweise auch jüngst im Fall von PROKON geschehen.

Voraussetzung sowohl für die Einflussnahme auf die Abstimmung als auch die Vorlage eines eigenen konkurrierenden Insolvenzplans ist, dass sich die Anleger organisieren und ihre Interessen bündeln. 
Wir empfehlen daher den Anlegern sich kostenlos unserer „Interessengemeinschaft P&R" anzuschließen (Details dazu finden Sie am Ende). 


II. Was müssen Anleger tun, um ihr Kapital zurückzubekommen?

Anleger müssen in drei Bereichen aktiv werden, um ihr eingesetztes Kapital zurückzuerhalten: 
In den jeweiligen Insolvenzverfahren: Geltendmachung Aussonderungsanspruch aufgrund Eigentum an den Containern und Anmeldung der Miet- und Schadensersatzforderungen bei der Emittententin und weiteren Verfahren (dazu unter 1.)
Gegen Hintermänner und Verantwortliche: Schadensersatz auf 100-prozentige Rückabwicklung (dazu unter 2.)
Gegen Vermittler: Schadensersatz auf 100-prozentige Rückabwicklung (dazu unter 3.)


1. Ansprüche in den Insolvenzverfahren 

In den jeweiligen Insolvenzverfahren ist zunächst zu beachten, dass der Insolvenzverwalter nicht der Vertreter der Anleger ist, sondern eigentlich ihr Gegner, da er ausschließlich die Interessen der Gesellschaft und der Gläubiger vertritt. Die Anleger müssen sich folglich selbst darum kümmern, dass neben ihrem Aussonderungsrecht aufgrund des Eigentums an den Containern (a) und den schuldrechtlichen Ansprüchen aufgrund der Miet- und Schadensersatzforderungen (b) die Forderungen auch in weiteren Verfahren angemeldet werden, wozu sie im Regelfall nicht durch den Insolvenzverwalter aufgefordert werden (c).    


a) Aussonderungsrecht aufgrund Eigentum an den Containern geltend machen
Zunächst haben die Anleger aufgrund ihres Eigentums an den Containern in der Insolvenz ein sogenanntes Aussonderungsrecht. Das Aussonderungsrecht geht abzüglich einer Pauschale für den Insolvenzverwalter auf den vollen Wert des Eigentums. Wie aber jüngst der Fall Magellan gezeigt hat, müssen die Anleger auch dieses Aussonderungsrecht aktiv und mit Nachdruck geltend machen. Bei Magellan hatte nämlich der Insolvenzverwalter zunächst bestritten, dass die Anleger Eigentümer der Container geworden seien, da die Übereignung neben der Einigung auch eine Übergabe erfordere, die im dortigen Fall aber nicht korrekt durchgeführt worden sei. Erst auf Druck der Anleger bzw. ihrer Anwälte wurde dann ein weiteres Rechtsgutachten eingeholt, sodass in der Folge auch der Insolvenzverwalter die Eigentümerposition der Anleger und damit ihr Aussonderungsrecht im Insolvenzverfahren anerkannt hat. Auch insofern empfehlen wir den Anlegern, die Geltendmachung ihrer Aussonderungsrechte im Insolvenzverfahren durch einen qualifizierten Rechtsanwalt durchführen zu lassen. Näheres erfahren Sie, wenn sie sich der kostenlosen „Interessengemeinschaft P&R" anschließen (siehe dazu am Ende).  


b) Anmeldung der schuldrechtlichen Forderungen im Insolvenzverfahren
Darüber hinaus müssen die Anleger aktiv nicht nur die offenen Mietzinsforderungen anmelden, sondern auch die Schadensersatzforderungen aufgrund von Prospektfehlern und einer fehlerhaften Aufklärung über die Risiken, insbesondere des hier im Raum stehenden Schneeballsystems.

Hinsichtlich dieser schuldrechtlichen Forderungen steht den Anlegern dann zwar nur die sogenannte Insolvenzquote zu. Die Quoten lagen in den vergangenen Großinsolvenzen des grauen Kapitalmarktes zuletzt aber auf einem hohen Niveau zwischen 20 und 60% (Prokon 58%, Infinus ca. 20%, Magellan ca. 50%), sodass es sich für die Anleger auch hier lohnen dürfte, ihre schuldrechtlichen Forderungen geltend zu machen. Auch hier werden wir Sie im Rahmen unserer „Interessengemeinschaft P&R" darüber informieren welche Schadensersatzansprüche bestehen, gegenüber wem, wie sie begründet und belegt werden können und welche Kosten bei der Anmeldung durch einen qualifizierten Anwalt entstehen würden.  


c) Anmeldung Schadensersatz in weiteren Insolvenzverfahren 
Darüber hinaus sollten Anleger ihre Schadensersatzforderungen auch bei weiteren Konzerngesellschaften in den dortigen Insolvenzverfahren anmelden. Üblicherweise kommt es bei einer derart komplexen Konzernstruktur wie bei P&R mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Konzerngesellschaften zu einem Domino-Effekt, mit der Folge, dass auch die übrigen Konzerngesellschaften mit in die Insolvenz gezogen werden. Sofern bei einem betrügerischen Schneeballsystem auch Schadensersatzansprüche gegen die weiteren Konzerngesellschaften bestehen, kann ein Anleger damit in jedem Verfahren einen Teil seiner Forderung zurückbekommen, sodass in der Summe ein Großteil seines Schadens kompensiert wird. Auch hier ist allerdings erforderlich, dass Anleger selbst aktiv werden und ihre Forderungen anwaltlich geltend machen, da auch hier die Anleger in den jeweiligen Insolvenzverfahren bei Schadensersatzforderungen nicht zur Forderungsanmeldung aufgefordert werden. 

Im Ergebnis würden wir daher den Anlegern empfehlen, in den jeweiligen Insolvenzverfahren sowohl die Aussonderungsrechte, die Mietforderungen als auch Schadenersatzansprüche anzumelden und mit den entsprechenden Nachweisen zu begründen und zu belegen, um somit im Insolvenzverfahren berücksichtigt zu werden.  
Für die Geltendmachung bzw. Anmeldung ist es dabei erforderlich, die anspruchsbegründenden Pflichtverletzungen bezogen auf den jeweiligen Einzelfall und die Kausalität des Schadens abhängig vom Zeitpunkt der Zeichnung darzulegen, so dass die Anmeldung regelmäßig nur durch einen qualifizierten Anwalt erfolgen kann.
Darüber hinaus empfehlen wir den Anlegern, die Möglichkeit prüfen zu lassen, ob eine Anmeldung ihrer Forderungen auch bei weiteren Konzerngesellschaften in den dortigen Insolvenzverfahren möglich ist. 
Da wie gesagt der Insolvenzverwalter nicht Ihr Vertreter ist, sondern eigentlich ihr Gegner, müssen die Anleger selbst aktiv werden. Wir empfehlen Ihnen daher sich auch insofern unserer „Interessengemeinschaft P&R" anzuschließen. Wir werden Sie dann darüber informieren, welche Schadensersatzforderungen bestehen und bei welchen weiteren Gesellschaften Sie Ihre Forderungen anmelden können. Ebenso werden wir Sie über die Fristen und anfallenden Gebühren informieren. 
Darüber hinaus würden wir für Sie bereits jetzt eine Deckungszusage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung beantragen, da sich die Rechtschutzversicherungen erfahrungsgemäß insbesondere bei Kapitalanlagefällen viel Zeit lassen und leider oft versuchen durch spitzfindige Rückfragen eine Deckungszusage hinauszuzögern oder gänzlich abzulehnen. Insbesondere da eine Rechtsschutzversicherung nur bei sogenannter „hinreichender Erfolgsaussicht" eine Deckungszusage erteilen muss, wird bei Kapitalanlagefällen teilweise mit vorgeschobenen rechtlichen Argumenten versucht, einer Deckungszusage zu entgehen.
  

2. Ansprüche gegen Hintermänner und Verantwortliche auf Schadensersatz und 100-prozentige Rückabwicklung

Darüber hinaus haben die jüngsten Fälle des grauen Kapitalmarktes in der Vergangenheit gezeigt, dass die Initiatoren und Hintermänner die Anleger oft nur zur Zeichnung veranlassen konnten, weil sie die tatsächlichen Hintergründe verschwiegen oder beschönigt haben. Wenn dann die Anleger gleichwohl ohne eine entsprechende Aufklärung zur Zeichnung veranlasst werden, machen sich die Verantwortlichen gegenüber den Anlegern schadensersatzpflichtig und haben ihnen die Zeichnungssumme zuzüglich Zinsen inklusive der Prozesskosten zu erstatten. Wir gehen derzeit davon aus, dass die Prospekte fehlerhaft sind und vielfach entscheidende Aufklärungspflichten verletzt wurden und den Anlegern Schadensersatzansprüche zustehen können. Auch gibt es derzeit erhebliche Anzeichen für ein Schneeballsystem und weitere Pflichtverletzungen.   
Als Anspruchsgegner kommt dabei nicht nur das Management, sondern auch die Hintermänner und Beteiligten in Betracht, wie etwa die Prospektverantwortlichen, Aufsichtsräte, Wirtschaftsprüfer, Treuhänder aber auch andere Konzerngesellschaften, die noch nicht von der Insolvenz erfasst wurden.  
Der entscheidende Vorteil dieser Ansprüche ist dabei, dass sie nicht auf die möglicherweise geringe Insolvenzquote beschränkt sind, sondern in voller Höhe bestehen. Bei diesen Ansprüchen gilt unter den Anlegern allerdings der Grundsatz, wer zuerst kommt, malt zuerst, sodass Nachzügler eventuell leer ausgehen können, wenn kein vollstreckbares Vermögen mehr vorhanden ist. Hier besteht beispielsweise die Möglichkeit, die Vermögensgegenstände und Konten der Beschuldigten im Rahmen einer Arrestpfändung sicherzustellen und so die Ansprüche in voller Höhe abzusichern.

Auch hinsichtlich dieser Möglichkeiten werden wir Sie im Rahmen der „Interessengemeinschaft P&R" informieren. Wir raten daher Anlegern dazu, sich der „Interessensgemeinschaft P&R" anzuschließen, um sich über die Möglichkeiten, Ihre Rechte rechtzeitig sichern zu lassen, zu informieren.


3. Vermittler: Ansprüche gegen Vermittler auf Schadensersatz und 100-prozentige Rückabwicklung

Schließlich haben Anleger vielfach auch Schadensersatzansprüche gegen die Vermittler, da diese vielfach bei Anlegern beispielweise die Risiken verharmlost haben oder auf Umstände wie die Containerkrise und die Insolvenz im Falle von Magellan nicht hingewiesen haben.  

Zu den rund 200 Hauptvermittlern mit insgesamt ca. 2000 Untervermittlern, die für die P&R tätig waren, gehörten dabei auch die Postbank und einige Sparkassen sowie Genossenschaftsinstitute wie Volks- und Raiffeisenbanken und die Sparda-Bank. Bei einer Vermittlung durch die Bank entsteht nach ständiger BGH-Rechtsprechung zwischen der Bank und dem Anleger regelmäßig ein Beratungsvertrag im Rahmen dessen der Vermittler den Anleger über sämtliche Umstände und Risiken aufklären muss, die für dessen Anlageentscheidung von Bedeutung sind.
Bei einer fehlerhaften Aufklärung durch den Vermittler hat der Anleger ein Anspruch darauf, so gestellt zu werden, als hätte der die Kapitalanlage nicht gezeichnet, sodass ihm die Zeichnungssumme zuzüglich Zinsen inklusive der Prozesskosten zu erstatten ist. Insbesondere gegenüber den vermittelnden Banken hat die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen dabei den Vorteil, dass bei diesen Vermittlern nicht nur die Bonität sichergestellt ist, sondern es erfahrungsgemäß oft bereits im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung möglich ist, einen Großteil des eingesetzten Kapitals zu-rückzuerhalten. 

Insofern dürften insbesondere bei Anlegern, die erst in jüngerer Vergangenheit gezeichnet haben, Chancen für einen Schadensersatzanspruch auch gegen die Vermittler bestehen, da zu diesem Zeitpunkt schon bekannt war, dass sich der Containermarkt in einer tiefen Krise befand und bereits andere Wettbewerber, wie die Magellan, Insolvenz angemeldet hatten. Über diese Umstände hätten die Vermittler die Anleger beispielsweise ungefragt aufklären müssen, was bei vielen unserer Anleger allerdings nicht erfolgt ist. 

Die konkreten Erfolgsaussichten für eine Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen gegenüber Vermittlern setzten allerdings die Prüfung des individuellen Einzelfalls voraus. Für eine erste Einschätzung der Erfolgsaussichten stehen wir Ihnen gerne kostenlos zur Verfügung. Auch insoweit sollten sich insbesondere Anleger, die über Vermittler gezeichnet haben, der „Interessengemeinschaft P&R" anschließen, um sich über die Möglichkeiten und Konditionen für die Geltendmachung von Schadensersatzforderungen informieren zu lassen. 



Registrierung „Interessengemeinschaft P&R"

Sofern Sie sich der „Interessengemeinschaft P&R" zur Bündelung ihrer Anlegerinteressen und weiteren Information anschließen wollen, entstehen Ihnen keine Kosten. 
Senden Sie dazu bitte eine Email mit dem Betreff „Interessengemeinschaft P&R" und den folgenden Angaben an

kanzlei@feilkaltmeyer.de

Vorname, Nachname:

Straße / Ort:

Tel. / Email: 


Wann gezeichnet:

Bei welcher Gesellschaft (Emittent) gezeichnet:
P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH 
P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH 
P&R Container Leasing GmbH
P&R Transport-Container GmbH
weitere:


Anlagesumme gesamt:


Wie viele Container:


Rechtsschutzversichert bei:


Haben Sie über einen Vermittler/Bank gezeichnet:


Name des Vermittlers:



Hat der Vermittler Sie über Risiken aufgeklärt:



Welche Aussagen des Vermittlers waren für Sie entscheidend: